Yellowstone-
Nationalpark

www.Wissen-im-Netz.info

Geologie

Homepage
   Freizeit
      Reisen
         Yellowstone
            Geologie

               Darunter?
               Magma+Hotspots
               Zukunft
               Geysirbecken

               Yellowstone-Lake
               Erdbeben
              
Gletscher
              
Sedi. und Erosion
              
Fossilien
              
Labor

Erdbeben

Der Yellowstone ist der seismisch aktivste Teil der westlichen Rockys. Ungefähr 2000 Erdbeben treten im Gebiet des Yellowstones jedes Jahr auf, wobei die meisten von Menschen ohne Messgeräte nicht bemerkt werden können.

Erdbeben entstehen entlang von Störzonen in der Erdkruste, wo die Kräfte der Plattenbewegungen eine entsprechend hohe Stärke erreicht haben. Die Felsen entlang dieser Störstellen werden so belastet, dass sie rutschen oder brechen. Die Energie wird dann als Schockwellen (die seismischen Wellen) freigesetzt, die den umgebenden Felsen erschüttern.

Es werden unterschiedliche Arten seismischer Wellen in der Erde durch ein Erdbeben freigesetzt. Primärwellen („P-Wellen“) pflanzen sich sehr schnell in der Bewegungsrichtung fort, drücken und dehnen den Felsen. Sekundärwellen („S-Wellen“) bewegen sich nach oben, unten und seitwärts durch den Felsen in einer rollenden Bewegung. Sobald eine seismische Welle die Erdoberfläche erreicht, kann sie gefühlt werden. Oberflächenwellen beeinflussen den Boden, der sich drehen, aufbrechen oder vertikal und / oder seitlich versetzt werden kann. Viele von Menschen geschaffene Einrichtungen sind anfällig auf Beschädigungen durch diese Erdbeben, da die Bodenbewegungen meistens horizontal sind.

NPS-Foto: Erdbeben 1990Erdbeben im Yellowstone helfen dabei die hydrothermalen Aktivitäten aufrechtzuerhalten, da sie das „Röhrensystem“ offen halten. Ohne die periodischen Beeinträchtigungen durch relativ kleine Erdbeben, würden die kleinen Brüche und Verbindungen, die das heiße Wasser für die Geysire und heißen Quellen liefern, wahrscheinlich durch Mineralablagerungen verschlossen. Einige Erdbeben erzeugen Änderungen im hydrothermalen System des Yellowstones. Beispielsweise verursachten das 1959iger Hebgen-Lake- und das 1983iger Borah-Peak-Erdbeben messbare Änderungen im Old Faithful Geysir und anderen hydrothermalen Besonderheiten.

Manchmal tritt im Yellowstone ein "Erdbebenschwarm" auf. Dr. Jake Lowenstern vom Yellowstone Volcano Obervatory definiert dies als ein "Packet aus Erdbeben die zeitlich und räumlich eng beieinanderliegen ohne ein größeres Erdbeben relativ zu den anderen." Der aktivste Erdbebenschwarm seit 1985 begann am 26. Dezember 2008 unter dem Yellowstone Lake und dauerte eine Woche. Über 500 Erdbeben wurden aufgezeichnet, wobei das Größe eine Stärke von 3,9 auf der Richterskala hatte. Es wurden keine Änderungen in den hydrothermalen Aktivitäten festgestellt.

Die Erdbeben helfen auch die Untergrundgeologie um und unterhalb des Yellowstones zu verstehen. Die Energie der Erdbeben wandert durch das harte und das geschmolzenes Gestein mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Dadurch kann durch den Untergrund „gesehen“ werden und Bilder der Magmakammer und der Caldera durch das „Lesen“ der Energie, die durch Erdbeben freigesetzt wird, berechnen werden. Ein umfassendes geologisches Überwachungssystem ist als Hilfe zur Auswertung installiert.

Skalen der Erdbebenstärke

Die Stärke eines Erdbebens wird oft durch seinen Wert auf der Richterskala angegeben. Auf dieser Skala wird die Bewegungsamplitude angegeben, wobei der Faktor zwischen jeder Einheit auf der Skala um den Faktor 10 größer ist. Somit ist bei der gleichen Entfernung zum Erdbeben das Schütteln bei der Stärke 5 um den Faktor 10 größer als bei der Stärke 4. Der Gesamtbetrag der freigesetzten Energie bei den Erdbeben wird hingegen pro Einheit um den Faktor 32 stärker. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten die Stärke mit Seismografen zu messen, besonders da jede Methode nur in einem bestimmten Bereich arbeitet.

Von der Universität von Utah werden folgende Methoden zum messen der Erdbeben verwendet:

  • ML – lokale Magnitude, die Originalskala wurde von Richter und Gutenberg definiert und basiert auf der maximalen Amplitude der Wellen. Dies ist die bevorzugte Meßmethode, wenn sie verfügbar ist.
  • MC – Koda-Magnitude, basierend auf Messungen während der Dauer der seismischen Wellen für Erdbeben bis zur Stärke 5.

Aktuelle Daten

Aktuelle Daten über Erdbeben, Deformationen und hydrologische Aktivitäten können Sie auf den Internet-Seiten des Yellowstone Volcano Observatory abfragen: http://volcanoes.usgs.gov/yvo/monitoring.html.

© 1999-2009 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.