Yellowstone-
Nationalpark

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Die frühsten Menschen im Yellowstone

NPS-Foto: Projektile aus ObsidianDie menschliche Besiedlung der Region des Yellowstone Nationalparks folgte entsprechend den Änderungen der Lebensbedingungen in den letzten 15000 Jahren. Damals bedeckten Gletscher und eine Kontinentaleiskappe den Großteil des Yellowstone-Nationalparks. Sie gingen ungefähr vor 14000 zurück und hinterließen Täler, die die Menschen auf der Jagd nach Mammuts und großen Bisons folgten.

Die ersten Menschen erreichten nachweisbar diese Region vor 9000 Jahren. Archäologen haben Beweise ihrer Anwesenheit in Form von Steinwerkzeugen und Pfeilspitzen gefunden. Auf Grund dieser Artefakte vermuten Wissenschaftler, dass sie Säugetiere jagten und Beeren, Samen und Wurzeln sammelten.

Als das Klima in der Region des Yellowstones wärmer und trockener wurde, änderten sich auch die Lebensweise der Tiere, der Vegetation und der Menschen. Große Eiszeit-Tiere, die an die kalten Umgebungsbedingungen angepasst waren, starben aus. Die Gletscher hinterließen Sedimente in den Tälern, auf denen Gras und Beifuß gedeihten und exponierte Felsen boten Schutz für Espen und Fichten und auf dem vulkanischen Plateau begannen Wälder aus Drehkiefern zu wachsen. Vor ungefähr 7000 Jahren hatten sich die Menschen an diese geänderten Bedingungen angepasst. Sie konnten sich nicht länger auf große Säugetiere zur Nahrungsversorgung verlassen. Stattdessen wurden kleinere Tiere wie Hirsche, Dickhornschafe und Pflanzen wie die Bitterwurz immer wichtiger. Sie haben vielleicht auch ein ausgeprägtes Heimatterritorium in den Tälern und umgebenden Bergen.

Dieses günstige Klima setzte sich über 9000 Jahre fort. Hinweise auf die früheren Menschen im Yellowstone wurden zu Anfangszeiten des Parks nicht im Detail untersucht, auch wenn Archäologen bereits andere Stellen in Nordamerika wissenschaftlich erforschten. Archäologen nahmen an, dass hoch liegende Regionen, wie der Yellowstone, für Menschen unwirtlich sind und so erwarteten, dass sich umfassende Ausgrabungen in diesen Regionen wissenschaftlich nicht sinnvoll sind. Jedoch hat Park-Superintendant Philetus W. Norris (1877-82) Artefakte im Yellowstone gefunden und dem Smithsonian Institut in Washington gesendet. Heute studieren Archäologen die Änderungen der Umgebungsbedingungen um den Nutzen für Menschen einer Besiedlung von Gebieten wie dem Yellowstone zu verstehen.

Es sind ungefähr 1100 archäologische Stellen im Yellowstone-Nationalpark dokumentiert, überwiegend aus archaischer Zeit. Diese Plätze umfassen Beweise von erfolgreichen Jagten nach Bisons, Schafen und Wapitihirschen.

Lagerstellen und Pfade im Yellowstone liefern auch Beweise für die frühe Verwendung. Einige Pfade wurden von Menschen seit der Paleo-Indianische Zeit vor über 10000 Jahren verwendet.

Es gibt bisher keinen wissenschaftlichen Beweis von historischen Menschen, wie die Crow und Sioux, zu vorgeschichtlichen Stämmen, jedoch gibt es mündliche überlieferte Geschichten von Verbindungen. Zum Beispiel gibt es mündliche Überlieferung von Plätzen der Salish-Kultur in dieser Region vor mehreren tausend Jahren. Die Shoshone-Indianer sagen, dass sie aus diesem Gebiet ursprünglich stammen.

Altersbestimmung

Zur Altersbestimmung verwenden die Archäologen in dieser Region zwei Techniken:

  1. Die Radiokarbonmethode misst die Menge des Kohlenstoffisotops C14, das in einer organischen Probe vorhanden ist, für gewöhnlich Holzkohle oder Knochen. Atmosphärischer Kohlenstoff dringt bei lebenden Pflanzen und Tieren durch die Atmung ein. Nach dem Tod gelangt das Kohlenstoffisotop C14 nicht mehr in den Organismus und beginnt mit einer bekannten Rate zu verfallen. Messgeräte können den Betrag des verbleibenden C14 messen und daraus den Zeitraum berechnen, der seit dem Tod vergangen war.
  2. Obsidian-Hydradratation misst die Absorptionsrate des Obsidians von Wasser an seiner Oberfläche, abhängig von der Temperatur. Die Messung der Dicke der Hydradratationsschicht bestimmt das Alter seit der Herstellung des Artefakts.
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