Yellowstone-
Nationalpark

www.Wissen-im-Netz.info

Tiere - Fische

Homepage
   Freizeit
      Reisen
         Yellowstone
            Tiere
               Fische

Fische

Anzahl im Yellowstone

Geschichte

  • Bei der Gründung des Parks waren viele Gewässer ohne Fische.
  • Die Gewässer des Parks wurden mit einheimischen und nicht-einheimischen Fischen bis Mitte der 1950iger Jahre bestückt.
  • Die Bestückung änderte die Ökologie vieler Yellowstone-Gewässer, da die nicht-einheimischen Fischarten die einheimischen Arten ersetzten oder sich mit ihnen vermischten.

Status

  • In den 1960iger Jahren befanden sich die Forellenbestände im Yellowstone in schlechter Verfassung und das Angelerlebnis verschlechterte sich, so dass eine wesentliche Änderung der Fischereiverwaltung notwendig wurde.
  • In den späten 1980iger Jahren waren die einheimischen Forellenarten in einigen Gebieten wiederhergestellt unter der Einschränkung, dass das Fangen von Wildfischen in natürlicher Umgebung zulässig ist, aber das Töten von einheimischen Fischarten verboten.
  • 2001 wurden die Fischereibestimmungen so geändert, dass das Freilassen von allen gefangenen, einheimischen Fischen in Parkgewässer zwingend erforderlich ist.
  • Vier einheimische Fische sind gefährdet: die Flussform der arktischen Äsche, Westslope-Cutthroat-Forelle, Yellowstone-Cutthroat-Forelle, Snake-River-Cutthroat-Forelle.
  • Bedrohung der Fischereien:
    1. Seeforelle illegal im Yellowstone Lake und seinen Nebenseen eingeführt.
    2. Die jetzt im Yellowstone Lake, Firehole River und Pelican Creek vorhandene Drehkrankheit.
    3. Neuseeländische Deckelschnecke (Potamopyrgus antipodarum).
  • Siehe „Wasserinvasoren“.

Der Yellowstone umfasst eine der bedeutsamsten, nahezu unberührten Wasserökosysteme, die in den Vereinigten Staaten gefunden werden kann. Es gibt über 634 Seen und Tümpel, die ungefähr 43300 Hektar im Yellowstone umfassen – 94 Prozent davon sind die Seen Yellowstone Lake, Lewis Lake, Shoshone Lake und Heart Lake. Mehrere 1000 fließende Gewässer weisen eine Gesamtlänge von ungefähr 3962 km aus.

Dies scheint ein erstklassiger Fischlebensraum zu sein, aber Wasserfälle und andere physikalische Barrieren verhindern die Fische die kleineren Fließgewässer und isolierte Seen zu besiedeln. Als der Yellowstone zum Nationalpark erklärt wurde, wiesen 40 Prozent seiner Gewässer keine Fische auf – einschließlich Lewis Lake, Shoshone Lake und Firehole River oberhalb der Firehole Falls.

Frühe Parkmanager setzen Fische in neue Standorte ein, erzeugten mehr Fische in Zuchtanlagen und führen nicht einheimische Arten ein. Heute haben 40 Seen Fische; andere wurden nicht besetzt oder in ihren ursprünglichen, fischlosen Zustand zurückgebracht.

Die Bereiche und Dichte der im Park einheimischen Forellen und Äschen hat sich wesentlich im letzten Jahrhundert durch die Verwertung und Einführung von nicht einheimischen Arten, geändert. Nicht einheimische Arten im Park sind die Regenbogenforelle, Bachforelle, Bachsaibling, Seeforelle und Seedöbel.

Trotz aller Änderungen in der Zusammensetzung der Arten und Verteilung, ist eine großflächige Verschlechterung des Lebensraums im Park nicht aufgetreten. Wasserentnahme, Wasserverschmutzung und andere ähnliche Einflüsse auf das Wasserökosystem hat hier nur sehr begrenzt stattgefunden. Infolgedessen sind Fische und andere Wasserbewohner weiterhin eine wichtige Futterquelle für Grizzlybären und Schwarzbären, Weißkopfseeadler, Flussotter, Nerze, Fischadler, Pelikane, Seetaucher, Lappentaucher, Sänger, Enten, Seeschwalben, Möwen, Eisvögel und Fischreiher.

Für ungefähr 30 Jahre bis 1996, unterstützte der US Fisch und Wildlife Service die Wasserforschung und das Überwachungsprogramm im Park. Die Fischereimanager des aktuellen National Park Service konzentrieren sich auf die gleichen Grundsätze: Die Wasserressourcen als wichtigen Teil des Parkökosystems zu verwalten, die einheimische Fische und ihre Lebensräume zu schützen und zu erhalten und den Anglern die Möglichkeit zu geben, Wildfische in einer natürlichen Umgebung zu fischen.

Fischen im Yellowstone-Nationalpark

Ungefähr 75000 der drei Millionen Besucher des Parks fischen jedes Jahr. Angeln ist eine Besonderheit in einem Park, wo der Hauptzweck die Erhaltung der natürlichen Umgebung und seiner einheimischen Arten in einer Art und Weise, die die natürlichen Bedingungen aufrecht erhalten soll. Jedoch ist Fischen hier eine der wichtigsten Besucheraktivitäten seit über 100 Jahren. Fischen ist eine Hauptindustrie im Größeren Yellowstone-Ökosystem und Angler im Park geben über 4 Millionen US-$ im Jahr für ihren Sport aus. Anglergruppen haben Verwaltungsaktionen unterstützt, wie die Schließung der Fishing Bridge für das Fischen in den frühen 1970igern und haben die Forschung in Wassersystemen gefördert.

Die Beobachtung von Fischen in ihrem natürlichen Lebensraum ist auch eine beliebte Aktivität der Besucher. Fischereibiologen beobachteten eine nicht-konsumierende Verwendung der Wasserressourcen für über ein Jahrzehnt an der Fisching Bridge und LeHardys Rapids. Die gesamte Anzahl der Besucher jedes Jahr an den LeHardys Rapids, wo laichwillige Cutthroat-Forellen beobachtet werden können, wie sie die Stromschnellen hochspringen, waren ca. 134000. Besucher an der Fishing Bridge, wo Fische im Wasser unterhalb der Brücke beobachtet werden können, waren beinahe 290000 im Jahr 1988.

Angelvorschriften

Es gibt strenge Bestimmungen, die ökologische Prozesse mit einem geringen Einfluss von Menschen ermöglichen und den Fischbestand für Tiere aufrechterhält, die von ihm abhängen. Die vollständigen Bestimmungen sind in allen Rangerstationen und Besuchercentern verfügbar. Zusammengefasst:

  • Fischen ist nur während einer bestimmten Saison erlaubt (gewöhnlich von späten Mai bis Oktober).
  • Eine Erlaubnis ist erforderlich (die Einkünfte verbleiben im Park, um die Parkprogramme zu unterstützen).
  • Angelgewichte müssen bleifrei sein (Bleivergiftung ist eine ernsthafte Bedrohung für Wasservögel).
  • Köderfischen ist verboten, außer für Kinder unter 12 Jahren in einigen Gebieten (um die Einführung von nicht einheimischen Fischarten in die Parkgewässer zu vermeiden und auf Grund eines erhöhten Todesrisikos für Fische, die mit Köder gefangen werden).
  • Alle einheimischen Sportfische – Cutthroat-Forelle, Flussform der arktischen Äsche und Gebirgsweissfisch – müssen wieder freigelassen werden.
  • Seeforellen müssen getötet werden, wenn sie im Yellowstone Lake und seinen Nebenseen gefangen werden.
  • Bestimmte Gewässer sind geschlossen, um seltene oder gefährdete Arten und nistende Vögel zu schützen, bzw. ungestörte Rückzugszonen zu bieten.

Änderungen in den Gewässern des Yellowstones

  • Ursprünglich waren nur die Yellowstone-Cutthroat-Forelle und die Langnasen-Weißfisch im Yellowstone Lake einheimisch. Heute sind diese zwei Arten immer noch vorhanden, aber Langnasensauger, Seedöbel, Redside Shiner und die Seeforelle wurden in den See eingeführt.
  • Fast der gesamte Firehole River war ursprünglich ohne Fische, da die Firehole Falls die Fische daran hinderte, flussaufwärts zu wandern. Heute können Angler nach Regenbogenforellen, Bachforellen, Bachsaibling und Yellowstone-Cutthroat-Forellen in dem thermisch beeinflussten Fluss angeln.
  • Ursprünglich waren Madison und Gibbon River (unterhalb der Gibbon Falls) von der Westslope-Cutthroat-Forelle, arktische Äsche, Gebirgsweißfisch, geeckte Groppe, Gebirgssauger und Gesprenkelter Weißfisch besiedelt. Heute haben nur einige dieser Arten überlebt (einige in stark verringerter Anzahl) und jetzt sind hier auch Bachforelle, Regenbogenforelle und Bachsaibling in diesem Mix vorhanden.
  • Als der Heart Lake zum ersten Mal mit Fischen besetzt wurde, wurden Yellowstone-Cutthroat-Forelle, Gebirgsweißfisch, Redside Shiner, Utah-Sauger, Utah-Döbel und die geeckte Groppe gefunden.
  • Lewis und Shoshone Lake waren ursprünglich auf Grund der Wasserfälle des Lewis Rivers ohne Fische. Heute gibt es Seeforelle, Bachforelle, Bachsaibling, Utah-Döbel und Redside Shiner.
  • Im unteren Lamar River und Soda Butte Creek waren ursprünglich die Yellowstone-Cutthroat-Forelle, Langnasen-Weißfisch, Langnasensauger und Gebirgssauger vorhanden. Bis heute überlebten diese Arten und die Regenbogenforelle wurde im Abfluss eingesetzt.

Hier sind folgende Fischarten beschrieben:

© 1999-2009 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.