Yellowstone-
Nationalpark

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Kojote

NPS-Foto: KojoteWissenschaftlicher Name: Canis latrans
Englischer Name: coyote

Verhalten und Größe

  • Gewicht 12,5…17,5 kg, 41…51 cm Schulterhöhe.
  • Durchschnittliche Lebenserwartung 6 Jahre; im Yellowstone-Nationalpark bis zu 13 Jahren.
  • Reviergröße: 15,5…109 km².
  • Fressen hauptsächlich Mäuse, Wühlmäuse, Bodenhörnchen, Taschenratten, Vögel, Aas, Hirschkälber, einige erwachsene Hirsche.
  • 5…7 Welpen werden während des Mai im Bau geboren.
  • Werden von Wölfen gejagt.

Anzahl im Yellowstone

  • Völlig unbekannt, da zahllos. Vom nördlichen Bereich ist Wissenschaftlern der Rückgang um 30…50% der Kojotenpopulation bekannt, seitdem die Wölfe im Yellowstone wiederangesiedelt wurden auf Grund der direkten Sterblichkeit und Änderung des Lagerverhaltens der Kojoten und deren Erfolg.

Wo können Kojoten beobachtet werden?

Wiesen, Felder und andere Graslandgebiete.

Verwaltung

  • Wie andere Raubtiere, wurden Kojoten in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts getötet, da sie manchmal das Nutzvieh bejagten.
  • Kojoten gedeihten wieder, da ihre Anpassungsfähigkeit ihnen erlaubt, die Vernichtungsanstrengungen zu kompensieren.
  • Die Vernichtung des Wolfes führte wahrscheinlich zu einer hohen Populationsdichte der Kojoten; die Abwesenheit der Wölfe öffneten ihnen eine Nische, die die Kojoten im Yellowstone besetzen konnten.
  • Das Personal des National Park Service überwacht Kojoten und verwendet Platzpatronen, Pfefferspray und andere negative Stimuli, um Kojoten abzuschrecken, die ihre Vorsicht gegenüber Menschen verloren haben.

Kojoten sind intelligent und anpassungsfähig. Wie die Wölfe wurden Kojoten getötet, da sie manchmal den Lebendbestand jagten und, in den frühen Jahren des Parks, wurden sie als Bedrohung des Huftierbestands angesehen. Anders wie die Wölfe, bestanden jedoch die Kojoten die Ausrottungsbemühungen erfolgreich. Bis in die 1940iger Jahre, die Wildtier-Manager im Yellowstone betrachteten den Kojote als Bedrohung für das Überleben der Wapitihirsche und anderer Huftiere. Seitdem haben Forschungen gezeigt, dass die Hauptnahrung der Kojoten Wühlmäuse, Mäuse, Kaninchen, andere Kleintiere und Aas sind. Kojoten jagen nach Hirschkälbern im Frühling, aber nur, wenn die Kälber jung sind.

Oft werden sie für Wölfe gehalten, obwohl der Kojote viel leichter gebaut ist – ähnlich dem Aussehen eines Hirtenhundes. Seine Fellfarbe reicht von braun bis gelbbraun, manchmal grau, und mit etwas orange an seinem Schwanz und Ohren. Männchen sind etwas größer wie Weibchen. Während des 20. Jahrhunderts füllten die Kojoten teilweise die Nische, die durch die frühere Ausrottung der Wölfe im Park unbesetzt blieb. Dies kann erklären, warum die Kojoten im Yellowstone-Nationalpark mehr sozial wie anderswo sind. Die meisten Kojoten im nördlichen Bereich leben und jagen in Rudeln von 6…7 Tieren mit einem Alpha-Männchen und -Weibchen, und niederrangigen Tieren (gewöhnlich Jungwölfe von früheren Würfen).

Kojoten verteidigen ihr Revier durch Lautgebung und Duftmarken mit ihrem Urin und Kot. Sie verwenden die Duftmarken auch zur Kommunikation mit anderen über ihren Standort und ihren Aufzuchtstatus.

Bis vor kurzem waren die Kojoten im Yellowstone nur wenigen Feinden ausgesetzt. Außer dem Puma gab es für Kojoten keinen Feind. Seit der Wiederansiedlung der Wölfe jedoch wurden einige Kojotenwelpen und Erwachsene durch Wölfe getötet – hauptsächlich wenn sie an Tieren fressen, die durch Wölfe getötet wurden. Im nördlichen Bereich verursachen die Wölfe zwischen 30 und 50 Prozent der Reduzierung der einheimischen Kojotenpopulation durch direkte Sterblichkeit und Änderungen im Bauverhalten der Kojoten und deren Erfolg.

Kojoten sind auch Bedrohungen durch Menschen ausgesetzt. Sie lernen schnell Verhalten, wie an Straßenrändern nach Futter betteln. Dies kann zu einem aggressiven Verhalten Menschen gegenüber führen und kann das Risiko für Kojoten erhöhen, von einem Fahrzeug überfahren zu werden. Es gibt mehrere Fälle der Aggression von Kojoten auf Menschen, die auftraten, einschließlich einer mit einem wirklichen Angriff.

Im Jahr 1988 verstärkte das Parkpersonal die Überwachung der Kojoten entlang der Parkstraßen und begannen damit, unvorsichtige Kojoten von Besucherbereichen mit Platzpatronen, Bären-Abwehrspray oder anderen negativen Stimuli zu verjagen. Die Tiere, die weiter eine Bedrohung für sich selbst oder Menschen darstellen, werden in andere Parkbereiche umgesiedelt oder getötet. Schilder, Informationsbroschüren und Parkpersonal erinnern Besucher immer wieder daran, dass Kojoten und andere Wildtiere im Park wild und potentiell gefährlich sind und sie nie füttern oder ihnen näheren dürfen.

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