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Nationalpark

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Tiere - Säugetiere

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Puma

NPS-Foto: PumaWissenschaftlicher Name: Puma concolor
Englischer Name: cougar

Verhalten und Größe

  • Erwachsene Männchen wiegen 70…82,5 kg; Weibchen wiegen ungefähr 50 kg; Länge, einschließlich Schwanz 200…229 cm.
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: Männchen 8…10 Jahre; Weibchen 12…14 Jahre.
  • Bevorzugtes Gelände: felsige Brüche und Waldflächen, die Deckung zur Jagd nach Beutetieren und Fluchtmöglichkeiten vor Konkurrenten wie Wölfe und Bären bieten.
  • Beutetiere hauptsächlich Wapiti- und Maultierhirsche, zusätzlich Baumstachler und andere kleine Säugetiere.
  • Bären vertreiben regelmäßig Pumas von ihrer Beute.
  • Männliche Pumas können andere männlichen Pumas in ihrem Revier töten.
  • Erwachsene Pumas und Jungkatzen wurden von Wölfen getötet.
  • Würfe mit 2…3 Kätzchen; nur 50% überleben das erste Jahr.

Anzahl im Yellowstone

  • 15…17 erwachsene Tiere leben im nördlichen Bereich; andere im Park saisonal.

Wo können Pumas beobachtet werden?

  • Selten beobachtet.

Forschung

Forschungen werden durchgeführt, um den Einfluss der Wiederansiedlung der Wölfe auf Pumas abzuschätzen.

Wechselbeziehung mit Menschen

  • Es gibt nur wenige dokumentierte Konfrontationen zwischen Pumas und Menschen, die im Yellowstone vorkamen.
  • Wenn sich eine große Katze in der Nähe befindet: Stehen Sie in einer Wandergruppe zusammen; tragen Sie kleine Kinder; machen Sie Lärm. Rennen Sie nicht, bücken Sie sich auf keinen Fall um Stöcke aufzuheben. Agieren Sie dominant – starren Sie in die Augen der Katze und zeigen Sie ihre Zähne während Sie Lärm machen.

Der Puma, auch Berglöwe genannt, ist das größte Mitglied der Katzenfamilie in Nordamerika. Pumas leben im ganzen Park im Summer, aber ihr heimliche Natur ergibt nur wenige Sichtungen. Der nördliche Bereich des Yellowstones ist der Hauptlebensraum für Pumas, da der Schneefall nicht dicht ist und Beutetiere immer verfügbar sind. Pumas folgen ihren Hauptbeutetieren, wenn sie in höher gelegene Gebiete im Sommer wandern und in niedrigere Gebiete im Winter.

Erwachsene Männchen sind territorial und können andere erwachsene Männchen in ihrem Revier töten. Die Reviere der Männchen können sich mit denen mehrerer Weibchen überlappen. In nicht bejagten Populationen, wie im Yellowstone, sind die erwachsenen Männchen in einem Gebiet bestimmend und am stärksten die dominanten Männchen. Diese Männchen sind die Väter der meisten Würfe innerhalb einer Population; Männchen, die sich nicht im gleichen Gebiet etabliert die Weibchen sind, haben nur geringe Chancen zur Paarung.

Obwohl Pumas zu jeder Jahreszeit Junge aufziehen können, haben die meisten Populationen eine Spitzenpaarungszeit und Geburtensaison. In den nördlichen Breitengraden, einschließlich des Yellowstones, paaren sich die Männchen und Weibchen hauptsächlich im Februar bis Mai. Männchen und Weibchen ohne Jungen suchen nacheinander durch sichtbaren Markierungen, den Kratzspuren, und unsichtbaren Markierungen, den Duftmarken. Eine weibliche Kratzspur drückt ihre Empfangsbereitschaft aus. Eine männliche Kratzspur wirbt um seine Anwesenheit bei den Weibchen und warnt andere Männchen, dass das Gebiet besetzt ist. Nach der Aufzucht verlässt das Männchen das Weibchen.

Im Yellowstone werden die meisten Kätzchen im Juni, Juli, August und September geboren. Der Bau der weiblichen Pumas befindet sich in einem sicheren Beriech mit weiträumigen Felsen und / oder einer pflanzlichen Bedeckung. Die Kätzchen wiegen ungefähr 0,5 kg bei der Geburt und nehmen um 0,5 kg pro Woche in den ersten 8…10 Wochen zu. Während dieser Zeit, bleiben sie im Bau der Mutter, während die Mutter kurze Jagdausflüge unternimmt und dann zurückkehrt und ihre Jungen stillt. Wenn die Kätzchen 8…10 Wochen alt sind, beginnt das Weibchen in einem größeren Gebiet zu jagen. Nachdem sie eine Beute erlegt hat, bringt sie die Jungen zur Beute. Bevor sie weiterjagt, versteckt sie die Jungen. Die Jungen sind im ersten Jahr selten an der Erlegung von Beute beteiligt.

Die meisten Jungkatzen verlassen ihr Geburtsgebiet im Alter von 14 bis 18 Monaten. Ungefähr 99 Prozent der jungen Männchen verstreuen sich um 80 bis 640 km; ungefähr 70…80 Prozent der jungen Weibchen wandern 32 bis 240 km. Der verbleibende Anteil der Männchen und Weibchen suchen ihre Reviere in der Nähe wo sie geboren wurden. Deswegen sind die meisten erwachsenen Männchen im Yellowstone Einwanderer von anderen Populationen, so dass die genetische Vielfalt über ein weites geographisches Gebiet erhalten bleibt.

Die Pumas des Yellowstones werden im Park nicht gejagt. Damit ist ihre Lebenserwartung vielleicht 12…14 Jahre für Weibchen und 8…10 Jahre für Männchen. Pumas, die in Gebieten leben, in denen sie gejagt werden, haben eine viel kürzere Lebenserwartung.

Im Yellowstone jagen Pumas Wapitihirsche (meistens Kälber) und Rehe. Sie pirschen sich an die Tiere und greifen dann an, dabei zielen sie auf den Rücken des Tieres und töten sie mit einem Biss in die Schädelbasis oder in die Kehle.

Ein Puma frisst, bis er voll ist und versteckt dann den Kadaver für spätere Mahlzeiten. Pumas brauchen im durchschnitt 3…4 Tage, bis sie ein Hirsch oder Reh gefressen haben und 4…5 Tage bis sie die nächste Jagdbeute erlegen. Pumas fangen auch andere Tiere – einschließlich Rothörnchen, Baumstachler, Murmeltiere, Rauhfußhühner und Elche – wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt.

Pumas sind einzelgängerische Jäger, die der Konkurrenz von anderen großen Säugetieren ausgesetzt sind. Sogar ein versteckter Kadaver ist schwer wiederzufinden, da er manchmal durch Aasfresser und Konkurrenten wie, Bären und Wölfe, entdeckt wird. Im Yellowstone übernehmen Schwarzbären und Grizzlys häufig die Beutetiere der Pumas. Kojoten versuchen es, aber können dafür von einem Puma getötet werden. Entsprechend den jüngsten Beobachtungen vertreiben Wölfe Pumas von ihren Beutetieren in weniger als 5 Prozent der Fälle.

Geschichte der Verwaltung

In den frühen Jahren des 20. Jahrhundert wurden Pumas als Teil der Raubtierkontrolle im Park getötet. Im Jahr 1925 wurde die verbleibende Population auf 12 Einzeltiere geschätzt. Die Berichte von Pumas im Yellowstone stiegen stetig von 1 pro Jahr zwischen 1930 und 1939 bis auf 16 jedes Jahr zwischen 1980 und 1988 an. Die steigenden Besucherreisen im Yellowstone und Verbesserungen der Aufzeichnungen während dieser Zeit, trug zu diesem Trend bei.

1987 begann die erste Studie der Puma-Ökologie im Yellowstone-Nationalpark. Die Forschung dokumentierte die Dynamik der Pumapopulation im nördlichen Yellowstone-Ökosystem innerhalb und außerhalb der Parkgrenzen, untersuchte Reviergrößen, Anforderungen des Lebensraums und bewertete die Rolle des Pumas als Raubtier im Ökosystem.

1998 begann die zweite Phase der Pumaforschung. Forscher haben 87 Pumas mit Funkhalsbändern versehen, darunter 50 Kätzchen in 22 Würfen. Zuletzt wurden 4 Pumas im Jahr 2006 mit Funkhalsbändern überwacht, dem letzten Jahr der Studie. Zwischen 1988 und 2005 dokumentierten Forscher 467 bekannte oder wahrscheinliche Tötungen durch Pumas. Wapitihirsche machten dabei den Hauptanteil aus: 75 Prozent; 52 Prozent davon waren Kälber, 36 Prozent Kühe und 9 Prozent waren Bullen. Pumas töten einen Hirsch oder ein Reh alle 9,4 Tage und verbrachten nahezu 4 Tage mit jedem Beutetier.

Es traten nur sehr wenige Konfrontationen zwischen Pumas und Menschen im Yellowstone auf. Beobachtungen von Pumas, besonders solche in der Nähe von Gebiete, wo sich Menschen aufhalten oder wohnen, sollten gemeldet werden.

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