Yellowstone-
Nationalpark

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Trompeterschwan

NPS-Foto: TrompeterschwanWissenschaftlicher Name: Cygnus buccinator
Englischer Name: trumpeter swan

Erkennung

  • Größter wilder Gänsevogel in Nordamerika.
  • Weiße Federn, schwarzer Schnabel mit einem rosaroten Strich an der Basis des oberen Kiefers.
  • Während der Wanderung kann er mit dem Tundraschwan verwechselt werden, der kleiner ist, keinen rosaroten Strich am Oberkiefer, manchmal einen gelben Punkt vor den Augen und einen runderen Kopf hat.

Lebensraum

  • Langsam fließende Flüsse oder stille Seen.
  • Großes Nest aus angeschwemmten Pflanzenmaterial

Verhalten

  • Frisst Unterwasserpflanzen und wirbellose Wassertiere.
  • Niedrige Vermehrungsrate; im Jahr 2005 wurde ein Jungschwan in einem Nest flügge.
  • Gibt seine Eier auf, wenn er von Menschen gestört wird.
  • Legt 4…6 Eier im Juni; Jungtiere werden im späten September oder frühen Oktober flügge.
  • Gewöhnlich in Paaren mit Jungvögeln im Sommer; größere Gruppen im Winter.

Status

  • Die nordamerikanische Population erholt sich von einer jahrzehntelangen Zerstörung des Lebensraums, Jagt und Wilderei.
  • Nehmen im Größeren Yellowstone-Ökosystem ab: 300…350 ansässige Schwäne; im Herbst 2004, lebten nur 17 erwachsene Schwäne im Yellowstone-Nationalpark.
  • Die Winterpopulation in der Region variiert von 2000…4000; im Park variiert er zwischen weniger als einhundert bis zu mehreren hundert Einzelschwänen.
  • Die begrenzenden Faktoren im Yellowstone sind die Überflutung der Nester und der Raub durch Kojoten.
  • Von dem Schwanenpaar, das die schwimmende Nistplattform bei der Seven Mile Bridge auf dem Madison River verwendete, wurde das Männchen durch Raubtiere im Jahr 2001 getötet. Im Jahr 2004 fand das Weibchen einen neuen Partner; aber das Paar wurde durch Raubtiere getötet.

Trompeterschwäne in Nordamerika wurden in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts durch menschliche Beeinträchtigung, Zerstörung des Lebensraums und kommerziellen Handel mit Schwanenbälgen beinahe ausgerottet. Kleine Bestände überlebten in isolierten Gebieten wie dem Yellowstone. Red Rock Lakes National Wildlife Refuge, westlich des Parks, wurde in den 1930igern besonders für die Trompeterschwäne bestimmt. In den 1950igern wurde eine ansehnliche Schwanenpopulation in Alaska entdeckt. Heute gibt es wieder über 20000 Trompeterschwäne in Nordamerika.

Im Yellowstone jedoch sind die einheimischen Trompeterschwäne sehr selten und es wurden nur 20 Exemplare in den letzten Jahren gezählt. Die Anzahl im Winter variiert von 60 bis zu mehreren Hundert. Die Aufzuchtsrate ist sehr niedrig.

Eine Bedrohung wurde kürzlich beseitigt. Höckerschwäne wurden in den 1960iger Jahren durch Landeigner im Paradise Valley, nördlich des Parks, eingeführt. Diese nicht-einheimischen Schwäne stellten eine Bedrohung dar, da sie die einheimischen Trompeterschwäne in dieser Region zu ersetzen drohten. Jedoch wurde im Jahr 1989 damit angefangen, die Höckerschwäne auf Privatland durch in Gefangenschaft aufgezogene Trompeterschwäne zu ersetzen.

Jetzt gibt es 13 erwachsene Trompeterschwäne im Paradise Valley und drei Paare zogen sieben Jungvögel in 2005 groß. Diese Schwäne tragen zur Population der Trompeterschwäne im Park bei.

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