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Nationalpark

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Wanderfalke

NPS-Foto: WanderfalkeWissenschaftlicher Name: Falco peregrinus
Englischer Name: peregrine falcon

Durch die große Geschwindigkeit der Wanderfalken und die kleine Population sind Sichtungen im Yellowstone unüblich.

Erkennung

  • Etwas kleiner wie eine Krähe.
  • Schwarzer „Helm“ und ein schwarzer Keil unter dem Auge.
  • Eintönig grau unter den Flügeln (der Präriefalke, der sich im Sommer auch im Yellowstone aufhält, hat schwarze Achseln).
  • Langer Schwanz, gepunktete Flügel.

Lebensraum

  • Nahe an Wasser, Wiesen, Klippen.
  • Nistet in großen Klippen, wo er Flüsse oder Täler mit zahlreichen Beutetieren übersehen kann.

Verhalten

  • Halten sich im Park von März bis Oktober auf, wenn seine Beute – Sing- und Wasservögel – im Park zahlreich sind.
  • Legt 3…4 Eier im späten April bis Mitte Mai.
  • Junge werden im Juli oder frühen August flügge.
  • Wandern bis in das südliche Mexico.
  • Erreicht im Sinkflug hohe Geschwindigkeiten (über 320 km/h) und schlägt die Beute in der Luft.

Status

  • Der Yellowstone war ein Gebiet für die Wiederansiedlung der Wanderfalken in den 1980iger Jahren.
  • Die Wiederansiedlung wurde nach 1988 eingestellt, da sich die Wanderfalken-Population sich von selbst vermehrte.
  • Der Wanderfalke wurde von der Liste der bedrohten/gefährdeten Tierarten im Jahr 1999, wegen seiner breiten Wiederherstellung, heruntergenommen.
  • Im Jahr 2005 wurden bei 30 Nistpaaren insgesamt 44 Jungvögel flügge.

Im Jahr 1962 schlug Rachel L. Carson Alarm über die unverantwortliche Verwendung von Pestiziden in ihrem lesenswerten Buch „Silent Spring“ (Leiser Frühling). Unter den Gefahren, die sie beschrieb, waren die nachteiligen Effekte der Chemikalien – besonders DDT – auf die Zeugungsfähigkeit einiger Vogelarten, besonders der Raubvögel, wie dem Weißkopfseeadler und dem Wanderfalken. Ihr Buch erzeugte ein starkes öffentliches Interesse in dieser Angelegenheit und war eine der Katalysatoren, die zum Verbot der meisten gefährlichen Pestizide zur Folge hatte.

Der Wanderfalke war unter den Vögeln, die am stärksten von den Toxinen beeinflusst wurden. Er wurde auf der Liste der gefährdeten Tierarten aufgenommen und ein Wiederansiedlungsprogramm wurde von Gruppen, wie der nicht kommerziellen „Peregrine Fund of Boise, Idaho“, durchgeführt. Anschließend hatte der Wanderfalke ein großes Comeback in vielen seiner früheren Siedlungsgebieten und wurde 1999 von der Liste heruntergenommen.

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