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Die Antiken zu Paris

(Gedicht von Friedrich Schiller)

Ein Gedicht aus dem Jahre 1803, welches seinem Inhalt nach mit Die Antike an den nordischen Wanderer verwandt ist, seiner metrischen Form nach an „Die deutsche Muse“ erinnert. Durch Goethes Interesse für die bildende Kunst war auch Schiller zeitweise für dieselbe gewonnen worden, und so ergoss sich denn sein Zorn in diese Strophen, als die französischen Republikaner bei ihrem siegreichen Vordringen in die klassischen Länder eine Menge von Kunstschätzen raubten, um dieselben in Paris aufzustellen. Er tadelt diesen Vandalismus, der keinen anderen Zweck hat, als einer oberflächlichen Eitelkeit zu dienen, und verkündet prophetisch, was der Erfolg gelehrt, dass der Anblick der Schätze des Altertums keine tiefere Einwirkung auf die Entwicklung des Kunstsinnes der Franzosen auszuüben im Stande sein würde.

Zum Gedicht „Die Antiken zu Paris“.

Quellen
Schiller-Lexikon. Nicolaische Verlgasbuchhandlung (A. Effert und L. Lindtner), Berlin. 1869. Seite 4-22