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Sarder

Der Sarder ist wahrscheinlich auch der heutige Sarder, ein Karneol, eine dunkelbraune bis dunkelrote Quarzart. In der Bibel und in alten Schriften wird er als hellrot oder dunkelrot durchscheinend bezeichnet.

Entstehung

Im Herbst wächst nach der Mittagszeit bei starken Regenfall der Sarder. Dann ist die Sonne sehr warm und die Luft kalt. Er ist dadurch von Luft und Wasser rein und mit der Wärme gut gemischt.

Bitte beachten Sie den wichtigen Hinweis.

Seuchen

Der Sarder wird dem Kranken auf den Kopf gebunden und es wird gesprochen: "Wie Gott den ersten Engel in die Tiefe stürzte, so nehme er diesen Wahnsinn von dir und gebe dir vernünftigen Sinn zurück." Die Wärme und die heiligen Worte verjagen die unausgeglichenen Säfte des Kopfes.

Gehörlosigkeit

Wird die Gehörlosigkeit durch eine Krankheit verursacht, so soll man den Sarder in unvermischten Wein tauchen, feucht in ein Leinentuch legen und ihn in das taube Ohr stecken. Damit die Wärme des Steins in das Ohr eindringt, muss Werg von außen über das Tuch getan werden. Das muss häufig wiederholt werden.

Pusteln

Bei gefährlichen Pusteln soll der Sarder um den Pustel herumgestrichen und gesagt werden: "Ich streiche um dich, Pustel, mit jenem Glanz, der durch Gottes Willen am ersten Engel erstrahlte und wiederum auf Gott zurückstrahle, auf dass du von jenem Menschen abfallest und weichst, wie auch der Glanz dieses Steins vom ersten Engel ob seines Hochmuts abgefallen ist." Der Pustel wird heilen, wenn dies oft genug wiederholt wird. Der Stein darf nicht über den Pustel geführt werden, da er sonst die gefährlichen Säfte aufnimmt und von der Stelle fortträgt.

Starkes Fieber

Wenn bei einem starken Fieber auch die Haut heiß wird, soll in den ersten Urin nach dem ersten Schlaf der Sarder gelegt werden und man muss sagen: "Ich werfe dich in diesen Urin in jenem Glanz, der nach Gottes Willen im ersten Engel strahlte und wiederum zu Gott zurückstrahlte, auf dass du, Fieber, von diesem Menschen abfallest und weichst, so wie der Glanz dieses Steines vom ersten Engel wegen seines Hochmutes abfiel." So soll man drei Nächte hindurch verfahren.

Gelbsucht

Wer Gelbsucht hat, soll in den ersten Urin nach dem ersten Schlaf den Sarder legen und sprechen: "Ich werfe dich in diesen Urin in jenem Glanz, der nach Gottes Willen im ersten Engel strahlte und wiederum zu Gott zurückstrahlte, auf dass du, Fieber, von diesem Menschen abfallest und weichst, so wie der Glanz dieses Steines vom ersten Engel wegen seines Hochmutes abfiel." So soll man drei Nächte hindurch verfahren.

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