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Mineralien-Lexikon

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Gold

Gold Klasse (Dana) 1 Elemente
1/A1.01 Metalle
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel Au, elementares Gold
Varietät  
Kristallsystem isometrisch, 4/m bar 3 2/m
Farbe goldig gelb, weiß, rot
Strichfarbe goldig gelb
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig, in dünnen Schichten blaugrün durchscheinend
Erkennung Farbe, Dichte, Härte, Schneidbarkeit, Dehnbarkeit, Streckbarkeit

Gold ist nahezu unzerstörbar und wurde in den letzten Jahrhunderten immer wieder neu eingeschmolzen und wieder verwendet. Gold ist ein wunderbares Metall für Schmuck, da es nie anläuft. Massive Golddrähte in einem weißen Quarz sind herrliche Mineralproben.

Einige wenige Mineralien, die Gold chemisch binden können, findet man bei den Sulfiden unter den Telluriden. Gold hat eine Affinität für Tellur, so dass es mit ihm leicht chemische Bindungen eingehen kann. Die Mineralien sind Nagyagit, Calaverit, Sylvanit und Krennerit, die alle eine minderwertiges Erz für Gold sind. Gelegentlich treten diese Mineralien zusammen mit dem natürlichen Gold auf.

Es gibt eine Reihe von Mineralien, die als "Narrengold" bezeichnet werden. Der unbedarfte Laie sieht an einem Felsen etwas goldig glänzen und meint es sei Gold. Doch Gold lässt sich durch seine Dehnbarkeit, Schneidbarkeit, Dichte und Weichheit von den wertloseren Mineralien unterscheiden. Das bekannteste Narrengold ist das Sulfid Pyrit, aber auch Biotit wird bei entsprechendem Lichteinfall für Gold gehalten.

Mineralproben mit Gold versetzen den Betrachter immer wieder in erstaunen. Außerdem sind sie eine gute Investition, da Gold seinen Wert nie verliert. Gute Mineralproben haben einen höheren Wert als ihren aktuellen Goldwert, da sie selten sind und normalerweise eingeschmolzen werden.

Geschichte

Seit frühester Zeit wird Gold als Edelmetall geschätzt. Es diente zur Herstellung von Kultgegenständen und später als Zahlungsmittel. Die ältesten Gegenstände aus Gold stammen aus dem 4. Jahrtausend v.Chr. Bei den Sumerern, Ägyptern, Azteken, Inkas und Mayas hatte das Gold eine besondere Bedeutung. Es diente als Maßstab für Macht und Wert.

Kristallverhalten massive Nuggets und verästelte Körner und Drähte, netzartig, baumartig, massiv.
Spaltbarkeit keine
Spaltrichtungen keine
Bruch hakig
Zähigkeit dehnbar
Härte 2,5 ... 3
Dichte 19,28
Geschmack kein
Geruch kein
Gefühl kein
Lumineszenz keine
Brechungsindex keiner
Doppelbrechung keine
Dispersion keine
Pleochroismus kein
Interferenz keine
Magnetismus unmagnetisch
Anlauf kein
Flammenfärbung  
Lösbarkeit lösbar in Königswasser
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften Dehnbar, streckbar, schneidbar, so dass es leicht in andere Formen gebracht werden kann, es lässt sich leicht in Drähte ziehen und in dünnste Folien umformen. Elektrisch leitfähig.
Verwendung Wichtiges Golderz und als Mineralprobe, Schmuck, Elektronik
Bearbeitung Da Gold weich ist, wird es mit anderen Metallen legiert. Mit Kupfer oder Silber erhält man "Rotgold", mit Nickel oder Palladium "Weißgold"
Vorkommen Brasilien
Chile
Indien
Kanada
Kolumbien
Mexiko
Peru
Philippinen
Russland, Sibirien
Südafrika
USA, Alaska
USA, Colorado
USA, Kalifornien
USA, Nevada
USA, South Dakota
Gesellschaften Quarz, Sylvanit, Pyrit und andere Sulfide
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